
Was ist eigentlich Migräne? Migräne
entsteht im Gehirn. Migräne ist vermutlich die Folge einer
angeborenen, erhöhten
Reaktionsbereitschaft des Gehirns gegenüber äusseren und inneren Reizen. Dies
führt zu einer gesteigerten Aktivität im Gehirn (einem "Sturm"). Die
Gründe für die Störung sind nicht bekannt. Einzig eine seltene
Migräneform, die mit einer vorübergehenden Halbseitenlähmung einhergeht,
kann auf ein "Migräne-Gen" zurückgeführt werden. Man
geht davon aus, dass das Gehirn vor einem Migräneanfall zu viel Serotonin (ein
Botenstoff) freisetzt. So lange, bis die Botenstoff-Depots leer sind. Wahrscheinlich
führt der so entstandene Botenstoff-Mangel schliesslich zu Entzündungen, die als
Schmerz empfunden werden. Es gibt spezifische
Migränemedikamente (Triptane), die diesem Botenstoff-Mangel
Rechnung tragen. Migräne sichtbar machen Migräne
ist kein Hirngespinst. Während einer Attacke sind die Aktivitäten des Gehirns
erhöht. Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) kann dies sichtbar machen. Sie stellt klar, dass Migräne
eindeutig eine körperliche Krankheit ist, die - wie alle anderen Krankheiten auch - ihre psychische
Komponente hat. PET ist ein Verfahren zur Bildgebung von
Organfunktionen. PET
Bilder sind Schichtaufnahmen nach dem Prinzip der Computertomografie und zeigen die Aktivität in den
Organen. Dies wird durch eine radioaktive Substanz möglich, die dem Patienten verabreicht wird. Bei
Migräne wird die Positronen-Emissions-Tomografie nur zu Forschungszwecken eingesetzt. Als diagnostisches
Mittel ist sie nicht sinnvoll. 
Quelle:
Universitätsklinik Essen, Neurologie. Die roten Flecken
auf unserem Bild deuten auf einen erhöhten Blutfluss in diesen Hirnregionen
hin. Sie zeigen, wo die Hirnaktivität auf Grund des Migräneanfalls gesteigert ist.
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